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Die Notbremsen und Sackgassenfunktion

6. Süden

In diesem Modul schauen wir uns an, warum manche Zwänge nur an gewissen Tagen oder in gewissen Situationen auftreten. Mit Fallbeispielen bekommst du eine Idee, wie die “Notbremse” funktioniert und finden mit Übungen heraus, ob das auch ein Grund bei dir sein könnte.

6.1 Warum manche Zwänge nur in gewissen Situationen auftreten

6.2 Fallbeispiel: Der fiese Kollege und aggressive Zwangsgedanken

6.3 Fallbeispiel: Falsche Freunde und der Zwangsgedanke sich zu verletzen

Triggerwarnung:

In diesem Video spreche ich von Zwangsgedanken mit dem Inhalt sich selbst etwas antun zu wollen bzw. sich selbst zu verletzen. Wenn es dir mit dem Thema nicht gut geht, suche dir bitte Unterstützung und schau das Video nicht alleine. Hier habe ich dir kostenlose Anlaufstellen aufgelistet.

6.4 Fallbeispiel: Neue Umgebung und der Zwang etwas zu wiederholen

Übung 1: Was gibt mir mein Zwang und was brauche ich, damit ich ihn nicht mehr brauche?

Fragen aus der Übung:

1. Was gibt mir mein Zwang(-sgedanke) in diesem Moment?  (z.B. Kontrolle, Sicherheit, Aggression, Grenzen, usw.)

2. Was brauche ich und wer wäre ich, wenn ich den Zwang(-sgedanke) nicht mehr hätte oder nicht mehr auf ihn reagieren würde? Wie würde ich aussehen, laufen, mich bewegen, was würde ich fühlen und sagen? Welche Werte würde ich leben? Wie würde ich reagieren und mich verhalten, wenn mir der Zwang(-sgedanke) nichts ausmachen würde und mir nichts anhaben könnte?

3. Die Person aus Übung 2:  Stell dir vor diese Person würde mit dir einen Tag das Leben tauschen und frage dich: Wo in meinem Leben zwänge ich mich in etwas? Was würde diese Person, die sich in nichts zwängt,  von meinem Leben mitmachen und was nicht davon? Wie würde sie die Sachen angehen: So wie ich oder eben auch nicht (schau dir dabei an: Umgang mit dir selbst, Beruf, Familie, Freunde, Partnerschaft, Hobbies, Wohnsituation, ect.)? Stell dir vor diese Person würde die Gestaltung deines aktuellen Lebens wie ein Reporter bei einem Fußballspiel kommentieren – was würde sie sagen?

Übung 2: Der innere Zwangshelfer

Fragen aus der Übung:

1. Wie sieht dein Zwangshelfer aus? Also ein Mensch/ Tier/ Wesen/ Objekt, dass dir sagen möchte, dass du dich in nichts zwängen musst?

2. Was kann der Zwangshelfer? Was würde er dir sagen, wenn Zwänge kommen? Was für ein Gefühl würde er dir vermitteln?

3. Wie würde sich dein Körper fühlen und wo spürst du den Zwangshelfer in deinem Körper? (z.B. “Mein Zwangshelfer sitz in meinem Herz und sorgt dafür, dass es weiter schlägt. Ich spüre ihn in meinem Bauch er ist ruhig und warm. Er hält mir meinem Rücken und steht hinter mir.”)

4. Wie kannst du einmal am Tag den Zwangshelfer aktivieren und fühlen, dass er da bzw. in dir ist? Also wie kannst du dir täglich Räume schaffen an denen du dich in nichts zwängen musst oder “anders sein” musst?

(z.B. 5 Minuten Augen schließen tief atmen und alles erlauben was da ist, mittags einen Tee mit dir trinken, Tagebuch schreiben und ehrlich notieren wie es dir geht, in die Natur gehen, Grimassen im Bad schneiden und nicht perfekt aussehen müssen, usw.)

Wie geht es weiter für dich?