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Klassische Ansätze der Psychologie

3. Der Rahmen des Kompasses

In diesem Modul gebe ich dir einen Blick auf die klassische Behandlung von Zwängen und Zwangsgedanken, die ich aus Therapien und aus meinem Psychologiestudium kenne. Ich teile meine Meinung mit dir, wann und wie dieser Ansatz (nicht) funktionieren kann.

3.1 Kognitive Verhaltenstherapie: Exposition & Veränderung 

Kognitive Verhaltenstherapie

Die Kognitive Verhaltenstherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Therapieform, die von der Krankenkasse übernommen wird. Sie setzt sich zusammen aus Kognition = Reaktion auf Gedanken und Gefühle (und den Umgang neu zu erlernen) Verhalten = nach dieser Therapieform ist unser Verhalten antrainiert und einfach gesagt “angewöhnt”, was demnach auch wieder um- oder abtrainiert werden kann. Im Bezug auf Zwänge werden in der Therapie dann meistens folgende Dinge verwendet: Exposition, Kognition und neuronale Plastizität.

Exposition

Statt einer Zwangshandlung zu folgen, konfrontiert man sich mit dem Druck und der Spannung, die dahinter steht und “hält es solange aus” bis die Anspannung abnimmt. Man nennt dies auch Reizkonfrontation mit Reaktionsverhinderung.

Kognition

Es geht darum einen neuen Umgang mit den Gedanken und Zwangshandlungen zu erlernen. Die Gewohnheit vor einem Zwangsgedanken zu erschrecken soll umgepolt werden, in dem man ihn als solchen erkennt, betitelt und dann “einfach weiter macht” bspw. mit den Gedanken: “Meine Zwangsgedanken sind wie Wolken am Himmel, sie ziehen weiter. Ich bin nicht die Wolke, sondern der Himmel, der alles beobachtet.”

Neuronale Plastizität

Ich finde die Definition dieser Seite super und hab sie hier reinkopiert, hier verlinkt): 

“Neuronale Plastizität oder Neuroplastizität bezeichnet die Eigenschaft des Gehirns, durch Training veränderbar zu sein. Neuroplastizität ist damit die Grundvoraussetzung für jede Form des Lernens. Durch Training verändern sich die Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn, indem sie stärker oder schwächer werden. Ein Sinnbild dafür ist der sprichwörtliche “Trampelpfad”, der sich durch häufige Benutzung zu einer Autobahn entwickelt. Aber auch der umgekehrte Weg ist möglich: Durch Nichtbenutzung können sich Verbindungen zurückentwickeln. “

Dadurch können wir ableiten, dass je weniger wir vor Zwänge oder Zwangsgedanken erschrecken, desto weniger sie auftreten werden. Genauso, je mehr Angst wir vor ihnen haben und emotional darauf reagieren, sie sich häufiger zeigen. Es wird jeweils eine Art neuronales Netzwerk in unserem Gehirn installiert, das sich weiter festsetzt je häufiger es benutzt wird, bzw. sich auch wieder abbauen kann.

3.2 Expositionsbeispiele

3.3 Grenzen der Verhaltenstherapie: Warum sie nicht bei allen funktioniert

Wie geht es weiter für dich?